ist eine uralte Form der Medizin und der Heilung, der Fürbitten und des Schutzes.

Die alten Medizinmänner oder Weisen eines Volkes oder Stammes hatten einen wichtigen Rang, wenn nicht den wichtigsten, in der Gemeinschaft inne. Ihnen oblag es, um Regen zu tanzen, nach Heilungsmöglichkeiten für ein krankes Stammesmitglied zu suchen, oder für ein junges Paar den Segen der Götter zu erbitten. Ganz wichtig war auch der Kontakt zu den Ahnen und die Begleitung eines sterbenden auf "die andere Seite des Regenbogens". Ebenso die Zeichen der Natur zu deuten, wann der günstigste Zeitpunkt für eine erfolgreiche Jagd ist, oder ob ein Unwetter drohte.

In der schamanischen Arbeit wird der Mensch unterstützt, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Art und Weise, wie diese Informationen geholt wurden und werden, ist die schamanische Reise: eine Erweiterung des Bewusstseins in die Wirklichkeit hinter oder neben unserer realen Welt. Dies geschieht durch eine willentliche Veränderung der Gehirnwellen von der Betawellentätigkeit am Tag, hin zu den niedrig schwingenden Thetawellen des Traumes, jedoch bei vollem Bewusstsein. Hierdurch ist es möglich, in eine Welt voller magischer Muster einzutauchen.

Seitens der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist der Schamanismus seit 1980 in Bezug auf psychosomatische Krankheitsbilder der westlichen Medizin gleichgestellt.

Das Wort Schamanismus kommt aus dem sibirischen und bedeutet übersetzt: mit Hitze und Feuer arbeiten. Symbolisch auf den Menschen bezogen bedeutet dies, jemand der Energie umwandelt. Feuer ist nicht nur eine Kraft, sondern auch Energie. Für die sibirischen Schamanen ist das Feuer die größte Kraft der Transformation. Und da den Schamanen die Fähigkeit zu transformieren auch zugeschrieben wird, ergab sich dieser Begriff.

In der schamanischen Weltsicht herrscht die Einstellung, dass alles, was existiert, mit Leben und Bewusstsein durchzogen ist. Unsere Welt ist mehr, als wir mit Händen berühren und mit den Augen sehen können. Alles um uns herum, die gesamte Natur, Tiere, Pflanzen, Steine sind lebendig und beseelt. In Ihnen wirken lebendige Kräfte, die miteinander verwoben und von der alles erschaffenen Kraft des Lebens und der Schöpfung durchdrungen sind.

In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Frauchen und Herrchen, während der Anamnese berichten, dass sie selbst ähnliche Probleme haben, wie ihr geliebtes Tier. Das hat mich dazu bewegt, schamanischer Techniken für die Tierhalter anzubieten, um ihren Problemen auf den Grund zu gehen. Indem wir mit dem Unterbewusstsein arbeiten, gelingt es häufig, Ursachen für alltägliche Probleme aufzudecken und somit körperliche Symptome zu lindern oder zu beseitigen. 

Dass mir der Hund das Liebste ist, sagst Du, Oh Mensch, sei Sünde. Der Hund bleibt Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
(Franz von Assisi)